Voll die Flasche

Polyethylenterephthalat – kurz PET – zählt zu den hochwertigsten und meistverwendeten Verpackungsstoffen in der Lebensmittelindustrie. Darum wird auch versucht, möglichst viel davon wieder zu verwerten. Im Optimalfall entsteht aus einer gebrauchten PET-Flasche eine neue. PET-to-PET-Recycling heißt der Vorgang und funktioniert folgendermaßen:

Im Großteil von Österreich werden Verpackungen aus Kunststoffen und Materialverbunden – gemeinsam mit Holz-, Textil- und Keramikverpackungen sowie Verpackungen auf biologischer Basis – im Gelben Sack und in der Gelben Tonne gesammelt. In Wien, Niederösterreich, Salzburg und Kärnten erfolgt die gezielte Sammlung von Plastikflaschen und Kunststoffverpackungen, teilweise auch in Kombination mit Metallverpackungen.

Die Sammelsysteme sortieren PET-Flaschen aus und trennen sie nach Farben. Für den Transport zu den PET-Recyclinganlagen werden sie zu großen Ballen gepresst. 

Das Material wird nach der Begutachtung und Sortierung zu Flakes zerkleinert und gewaschen. Eine weitere Form von recyceltem Rohstoff ist kugeliges PET-Granulat, das in einer zweiten Verarbeitungslinie aus den gewaschenen Flakes hergestellt wird.

Daraus werden neue PET-Flaschen produziert. Sie werden von den Getränkeherstellern wieder befüllt und gelangen zurück in den Handel.

In Österreich sind die Sammel- und Recyclingquoten von PET deutlich höher als im globalen Durchschnitt. 55 Prozent des gesamten PET-Materials werden verbrannt. 45 Prozent werden als Recyclingmaterial wiedereingesetzt. Mehr als ein Drittel davon in neuen Getränkeflaschen, knapp zwei Drittel in anderen Produkten.

 
Aktualisierte Fassung / Originalfassung erschienen in der ersten Ausgabe von „Wir erzählen nur Müll“ im Juni 2021.
Text: buero balanka
Grafik: buero balanka
 
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